Zugverkehr in Katalonien vollständig eingestellt

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Die katalanische Regierung (Generalitat) hat am Samstag, dem 24. Januar 2026, beschlossen, alle Zugverbindungen von Rodalies und regionalen Zügen in Katalonien vollständig einzustellen. Diese drastische Entscheidung folgt auf eine Reihe schwerwiegender Vorfälle und die Unfähigkeit der Bahnbetreiber Renfe und Adif, die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten.

Die Situation im katalanischen Schienennetz hat sich an diesem Wochenende zu einem historischen Tiefpunkt zugespitzt. Nach einer achtstündigen Marathonsitzung zwischen den beteiligten Parteien räumten Renfe und Adif ein, dass sie derzeit keinen normalen Fahrplan einhalten können. Der unmittelbare Anlass für die vollständige Einstellung ist eine neue Erdbewegung an der R1-Linie, die das Unfallrisiko erheblich erhöht.

Diese Entscheidung folgt auf eine schwarze Woche für die Eisenbahn in Spanien. Zuvor gab es bereits tödliche Unfälle in Gelida (Barcelona) und Adamuz (Córdoba). Die Generalitat erklärt, dass die Sicherheit der Reisenden aufgrund des aktuellen Zustands der Infrastruktur und des operativen Chaos nicht mehr gewährleistet werden kann.

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Die katalanische Regierung hat nicht nur die Einstellung des Verkehrs gefordert, sondern verlangt auch die vollständige Kostenfreiheit des Verkehrs, sobald die Züge wieder eingeschränkt fahren. Dies soll so lange gelten, bis eine „zuverlässige und nachhaltige” Lösung für die Probleme gefunden ist. Die Regierung ist der Ansicht, dass die Bürger nicht die Leidtragenden des Versagens der nationalen Eisenbahnunternehmen sein dürfen.

In der Zwischenzeit werden alternative Beförderungspläne ausgearbeitet, bei denen Busse eingesetzt werden, um die Hunderttausenden betroffenen Reisenden an ihr Ziel zu bringen. Dadurch nimmt jedoch auch das Chaos auf den Straßen rund um Barcelona zu.

Die politischen Spannungen zwischen Barcelona und Madrid verschärfen sich durch diese Krise. Während die Übertragung der Zuständigkeiten für Rodalies an die Generalitat bereits in Gang gesetzt worden war, fordern Oppositionsparteien nun harte Maßnahmen gegen die Verantwortlichen.

Derzeit ist noch unklar, wann die Züge in Katalonien wieder sicher fahren können. Die Inspektionen durch Techniker von Adif werden unvermindert fortgesetzt, aber der Schaden am Vertrauen der Reisenden scheint vorerst irreparabel zu sein.

Quelle: Agenturen